Urologie

 

Krebsvorsorge

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Warum - Wieviel?

Krebsvorsorge der Krankenkasse für den Mann ab dem 45. Lebensjahr

  • Befragung / Untersuchung
  • Blutdruckmessung
  • Hämokkult (Stuhluntersuchung)
  • Prostatatastung

(bei 1,7 % wird ein Tumor gefunden; 50% heilbar

Empfohlene Zusatzleistung

  • Prostatatastung
  • und Ultraschall der Prostata durch den Enddarm
    (bei 2,5 % wird ein Tumor gefunden, > 50% heilbar)
  • und PSA-Bestimmung
    (bei 5 % wird ein Tumor gefunden, 70% heilbar)

bei jährlicher Wiederholungsuntersuchung: Entdeckung der bis dahin nicht festgestellten Tumore (90% heilbar)

Häufigkeiten der jährlichen Neuerkrankungen bundesweit:

  • Prostatakrebs 26.400 Männer
  • Blasenkrebs 16.000 Frauen und Männer
  • Hodenkrebs 5.700 Männer
  • Nierenkrebs 4.400 Frauen und Männer

Nur etwa 18 % der Männer gehen zur Vorsorgeuntersuchung!!!


Die Urologische Komplettvorsorge beim Mann

Die von den gesetzlichen Krankenkassen angebotene Krebsvorsorge für den Mann beinhaltet im Wesentlichen die Untersuchung der Prostata (Vorsteherdrüse) mit dem Finger durch den After. Der auf diese Weise entdeckte Prostatakrebs ist meistens schon in einem schwer behandelbaren Stadium. Das eigentliche Ziel der Vorsorgeuntersuchung sollte aber die frühzeitige Krebserkennung sein, also in einem Stadium, welches die Heilungschancen deutlich erhöht. Es gilt für alle Krebsarten: Je früher das Stadium, desto besser die Chancen für eine Heilung. Es ist deshalb verständlich wenn die überwiegende Anzahl der Urologen eine Erweiterung der Untersuchungen im Rahmen der Krebsvorsorge fordern.

Dazu gehören:

  • Der PSA-Wert: Das PSA (Prostata Spezifisches Antigen) ist ein Eiweißkörper, der nur von der Prostata in das Blut abgegeben wird. Bei einer erhöhten Konzentration im Blut, gibt dieser Wert einen wichtigen Hinweis für das Vorhandensein eines Prostatakrebses, bevor ein Krebs mit dem Finger getastet werden kann.
  • Transrektale Ultraschalluntersuchung: Mit einer speziellen, hochauflösenden Ultraschallsonde wird die Prostata durch den After untersucht. Diese Untersuchung macht eine präzise Volumenbestimmung der Prostata möglich und liefert eine zusätzliche Information über die Gut- oder Bösartigkeit der Prostatadrüse.
  • Nierensonographie: Die Nierensonographie gibt Auskunft über das eventuelle Vorliegen eines Nierenkrebses. Gleichzeitig kann untersucht werden ob der Urin von der Niere ungehindert in die Harnblase abfließt.
  • Urinuntersuchung: Die mikroskopische Untersuchung des Urins (Harnsediment) ermöglicht den quantitativen Nachweis von nicht mit bloßem Auge sichtbaren Blut im Urin. Diese Untersuchung gibt einen Hinweis für das Vorliegen eines Harnblasen- oder Nierentumors, Nierensteine und Entzündungen in Blase und Niere.
  • Urinzytologie: Mittels einer speziellen Färbemethode werden im Urin befindliche Zellen untersucht. Sie ermöglichen eine Aussage über Blasen- Harnleiter und Nierenbeckenkrebs.

Diese Untersuchungen werden im Rahmen der gesetzlichen Krebsvorsorge nicht angeboten. Wenn Sie diese Untersuchungen wünschen, sprechen Sie uns bitte darauf an. Die gewünschten Untersuchungen werden dann auf privater Basis nach GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) durchgeführt.